Sunita in Osh
Wenn man morgens seinen Schlafsack oeffnet und denkt "boah, das stinkt...", ist es an der Zeit, der Natur fuer einige Tage den Ruecken zu kehren, sich nicht mehr an irgendwelchen Fluessen zu waschen und (vor allem) die Kleider einer Generalreinigung zu unterziehen.
Osh ist nicht der schlechteste Platz fuer einen laengeren Aufenthalt. Man trifft jede Menge Mitarbeiter internationaler Organisationen: die Schweden, die bei der Verbesserung des Baumwollanbaus helfen, Kanadier, die an einem Bewaesserungsprojekt arbeiten, die Tuerken unterstuetzen den Strassenbau und die Englaender bringen der Landbevoelkerung bei, wie man die traditionellen "Long Drop Toilets" (auf Deutsch: Plumpsklo) revolutioniert.
Die Franzosen haben mir ihre Couch als Nachtlager angeboten und ich habe tatsaechlich "richtig" geduscht, war beim Barber und habe mir die Haare kurz schneiden lassen und irgendwer hat meine einzige Hose samt Socken (no, don´t ask for details) in eine Waschmaschine gesteckt. Welch ein Luxusleben. Und jetzt: auf zu Naan und kyrgisz Yoghurt (super-lecker).
Sunita in Kirgistan
Was mir niemand glauben wollte: dieses Land ist einfach wunderschoen, vielfaeltig, abwechslungsreich und die Menschen extrem gastfreundlich.
In den letzten 14 Tagen habe ich die alte Seidenstrasse von Bishkek ueber Naryn bis zur sagenumwogenen Karawanserei Tash Rabat befahren, bin mit den kirgisischen Nomaden durch die Steppe geritten, habe in Yurtas uebernachtet (die typischen Nomadenzelte), mit einem Taxi illegal die Grenze nach Kazachstan ueberquert (der Taxifahrer meinte, der Sprit sei dort noch billiger) und viel zu viel gegessen.
Im Gegensatz zu Laendern wie Nepal oder Burma profitiert Kirgistan noch immer von dem, was Muetterchen Russland zurueck gelassen hat: fast jedes Haus hat Strom. Fliessend Wasser gibt es meist nur aus einem Schlauch. Ein Hammam ist der Ersatz fuer eine Dusche.
Mittlerweile bin ich wieder in der Hauptstadt Bishkek angekommen. Eine extrem westlich orientierte Stadt, in der die Maedels in knallengen Jeans und baufrei herumlaufen. Morgen werde ich die Weiterreise nach Osh und Jalalabad antreten. Und fuer diese Staedte brauche ich dringend ein Kopftuch...
The Pullout from the Gaza Strip
Die New York Times zeigt auf einer interaktiven Seite den Gaza Streifen und die zu räumenden Gebiete (einschliesslich Strassen, Bilder vom Meer, etc.). Und ich dachte immer, nur Big Google is Watching Us.
Ein bloggiges Wochenende...
...allen meinen MitBloggern. Ich verabschiede mich bis Montag. Kein Internet, kein Telefon. Und hier geht's hin: Snowdon in North Wales. Regen fast garantiert.

Bild: Manchester-University-Trekking-Site


