sunita

Sunita auf Reisen

Sunita ist wieder da

28.8.06 17:25, kommentieren

Tea Time auf Kirgisisch

Ich schwöre euch: ich hatte bei meiner Gastmutter nur Tee bestellt. Aber so ist es immer. Man bestellt Tee und was bekommt man? Naan (sehr unhöflich, nicht zumindest ein kleines Stück davon zu essen), hausgemachte Marmelade, Obst, Kekse, Kekse und nochmals Kekse.


30 Kommentare 7.11.05 10:47, kommentieren

Im Beaujoulais

hat der Herbst Einzug gehalten. Und das heisst: die Natur hat ihren Farbkasten ausgepackt. So sah es zum Beispiel heute Morgen aus:


34 Kommentare 1.11.05 17:15, kommentieren

So schön...

... sind die Sonnenuntergänge in Kirgistan.



Und jetzt: Ganz schnell weiterarbeiten...

40 Kommentare 24.10.05 18:40, kommentieren

Was mich begleitete

Zurück und trotzdem noch nicht angekommen... Nun sitze ich also wieder in Good Old Germany - den Kopf voll mit gesammelten Eindrücken, unverarbeiteten Erlebnissen und neuen Ideen. Sprich: mein Kopf ist total leer... Was mache ich jetzt? Wo fange ich an? Vielleicht mit dem Ende?


Wie auf jeder Reise hatte ich ein paar altgediente Utensilien bei mir. Nichts besonderes aber es sind Dinge, die den Urlaub einläuten, wenn man sie nach langer Zeit beim Packen in die Hand nimmt; Dinge, die an die letzte Tour erinnern und die Freude auf das was vor einem liegt wecken. Für den einen ist das der Mini-Kuschelbär, für den anderen die ausgetretenen Latschen. In meinem Fall sind das:


1. Mein Rucksack. Asien-Experte, Vielflieger und oft geschundender Wegbegleiter



2. Mein Schlafsack. Spitzname Monster. Von Trägern gehasst, da er trotz Kompressionssack in keinen Tragekorb passt. Aber ich liebe ihn, weil man sich komplett darin verkriechen kann.


3. Meine Sigg-Trinkflasche. Mit 1,5 l zu gross für jeden Rucksack. Neu: eine original kirgisische Delle. Wer war das bloss? Sigg, mach bitte nicht schlapp!


4. Meine Madonna. Mein persönlicher Schutzpatron, Talisman und immer wieder Gesprächsstoff bei den Muslims. Ein Geschenk meiner Mutter (ich gestehe, ich mute ihr einiges zu). Angeblich geweiht in Lourdes. Das Lederband hält nie länger als 8 Wochen.


Ihr seht, nichts besonderes. Und dennoch vermisse ich sie schon jetzt.
Also ihr Lieben: Bis zur nächsten Reise.

43 Kommentare 14.10.05 20:13, kommentieren

Sunita in Jalal Abad oder: My new Job

Klopf Klopf - "Hello, excuse me. May I show you something?". Es war das Maedchen, das mein Abendessen gekocht hatte (Nudeln, Eier, Kartoffeln, Gemuese, Suessspeisen - ein Traum). Wie sich spaeter herausstellen sollte, ist sie 21 Jahre alt, verheiratet mit dem Sohn meiner derzeitigen Gasteltern und hat einen dreijaehrigen Sohn. Eine typisch kirgisische Familie eben.


Was sie dann aus ihrer Plastiktuete zauberte waere wieder einmal eines schwarz/weiss Fotos wert gewesen: ihr Deutsch-Lehrbuch. Sie besucht regelmaessig einen Abendkurs der Caritas und lernt begeistert Deutsch. Ausgabe des Buches: Juli 1960! Ein duennes Buch mit gruenem Einband, vergilbte, abgegriffene Seiten und das Papier vermittelt das typisch schmierige Gefuehl, das man von alten ausgelesenen Buechern kennt.


"Bitte uebersetzen Sie: Wissen Sie ob der Genosse heute kommt? Koennen Sie mir Ihre Schreibmaschine leihen? Um welche Uhrzeit findet die Parteiveranstaltung statt?"


Die folgenden zwei Stunden haben wir damit verbracht, die "Genossen" zu eliminieren und durch "Touristen" zu ersetzen. Es ist unglaublich, mit welcher Energie diese Menschen sich in ein Thema vertiefen koennen. Satz fuer Satz wurde gelesen, ins Englische uebersetzt (mein Russisch laesst nach wie vor zu wuenschen uebrig", ein zweites Mal gelesen und dann vom englischen ins Kirgisische uebersetzt.


Wer haette gedacht, dass ausgerechnet ich mich zum Lehrer fuer Deutsch und Englisch entwickle. Deutsch-Unterricht habe ich in den vergangenen Wochen mehr als einmal gehalten. Viele lernen ein wenig Englisch in der Schule aber Deutsch koennen nur die wenigsten. Andererseits traeumen sie alle von Germania. "Germania: Good", "Germania: so (und der Daumen geht nach oben)". Aber das ist eine andere Geschichte.


 



 


 


 

9 Kommentare 4.10.05 08:10, kommentieren

Sunita in Osh

Wenn man morgens seinen Schlafsack oeffnet und denkt "boah, das stinkt...", ist es an der Zeit, der Natur fuer einige Tage den Ruecken zu kehren, sich nicht mehr an irgendwelchen Fluessen zu waschen und (vor allem) die Kleider einer Generalreinigung zu unterziehen.


Osh ist nicht der schlechteste Platz fuer einen laengeren Aufenthalt. Man trifft jede Menge Mitarbeiter internationaler Organisationen: die Schweden, die bei der Verbesserung des Baumwollanbaus helfen, Kanadier, die an einem Bewaesserungsprojekt arbeiten, die Tuerken unterstuetzen den Strassenbau und die Englaender bringen der Landbevoelkerung bei, wie man die traditionellen "Long Drop Toilets" (auf Deutsch: Plumpsklo) revolutioniert.


Die Franzosen haben mir ihre Couch als Nachtlager angeboten und ich habe tatsaechlich "richtig" geduscht, war beim Barber und habe mir die Haare kurz schneiden lassen und irgendwer hat meine einzige Hose samt Socken (no, don´t ask for details) in eine Waschmaschine gesteckt. Welch ein Luxusleben. Und jetzt: auf zu Naan und kyrgisz Yoghurt (super-lecker).


 


 

14 Kommentare 30.9.05 14:27, kommentieren

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